Die Diskussion um die Photovoltaik Vergütung

Die Vergütung für Energie, die aus Photovoltaik gewonnen wird, die sogenannte Photovoltaik Vergütung, ist ein gesetzlich garantierter Preis für den produzierten und ins öffentliche Netz eingespeisten Strom. Grundlage hierfür ist das “Erneuerbare Energien Gesetz” (EEG):

Bis 31. März 2012 wurde dieser produzierte Strom, abhängig von der Größe der Solaranlage, mit einem Betrag bis zu 24,43 Cent pro Kilowattstunde gefördert. Aufgrund des Beschlusses des Bundesrates am 29. Juni 2012 wurde die Photovoltaik Vergütung mit maximal 19,50 Cent pro Kilowattstunde neu festgelegt. Durch diesen rückwirkend ab 1. April gültigen Beschluss kam es zu einer Kürzung der Photovoltaik Vergütung zwischen 20 und 30 Prozent. Eine weitere Regelung sieht vor, dass produzierter Strom aus Anlagen mit einer Leistungsfähigkeit über 10 kW ab dem 1. Januar 2014 entweder selbst genutzt oder zum aktuellen Preis der Strombörse verkauft werden muss.

Grundgedanken zur Photovoltaik Vergütung

Einer der Hauptgründe der Einführung der Photovoltaik Vergütung lag darin, Produzenten von regenerativer Energie wie Solarkraft (aber auch Windkraft) den Zugang in das Verbundnetz der großen Stromerzeuger zu erleichtern. Durch das erstmalig 1990 beschlossene EEG wurden diese Stromerzeuger verpflichtet, Energie von kleinen Produzenten zu einem garantierten Preis in das Netz einzuspeisen. Der Grundgedanke, der dahinter lag, war die Förderung von regenerativer Energieproduktion und die Schonung von Ressourcen wie Kohle und Erdöl. So weit, so gut gedacht.

Subventionierung regenerativer Energien: Pro und Contra

Durch die Förderung des aus Photovoltaik-Anlagen gewonnenen Stroms wird parallel dazu die Forschung in diesem Bereich gefördert. Daraus resultieren effektivere und leistungsfähigere Anlagen, die den Verbrauch von beschränkten Ressourcen wie Erdöl noch effektiver reduzieren. Immerhin betrug im Jahr 2011 der Anteil des aus erneuerbaren Energien produzierten Stroms bereits 20 % der gesamten Stromerzeugung in Deutschland. Erneuerbare Energien besitzen unter anderem einen positiven Effekt auf die CO2-Emissionen.

Doch Kritiker der Förderung bemängeln, dass dies ein Eingriff in den freien Markt ist, da durch die Subvention sogenannte geschützte Märkte entstehen, durch die Unternehmen dieser Branche in die Lage gebracht werden, unwirtschaftliche Entscheidungen zu treffen. Andererseits ist es jedoch von großer Bedeutung, junge Technologien und deren Entwicklung durch Förderungen wie Photovoltaik Vergütung zu schützen.

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